10. September 2005: AC 1896 Werdau -RTV Zöblitz 20:17

"Bären wurden nicht belohnt"

Wieder einmal ersatzgeschwächt mussten die Ringer des Zöblitzer Regionalligateams in Werdau auf die Matte.
Und wieder einmal konnten die Werdauer ausgerechnet gegen unsere Bären ihr stärkstes Team aufbieten.
Durcheinandergewirbelt wurde auch die Kampfreihenfolge, auch Ringer haben noch ein Leben ausserhalb ihres Sports!
So eröffnete diesmal Dirk Harzer- 120 kg/Klassisch den Kampfabend. In einem ausgeglichenem Fight gewann Dirk knapp die zweite Runde, ebenso knapp verlor er gegen den routinierten Jörg Kossowski Runde Eins, Drei und Vier.
Der Tscheche Jiri Sterba, seit acht Jahren in RTV- Diensten, bekam mit Arne Brömme einen Gegner, der ihm alles abverlangte - 66 kg/Klassisch. Nach gewonnenen zwei Runden baute Jiri merklich ab und verlor die folgenden drei Runden mit 0:1.
Für Benjamin Rümmler - 60 kg /Klassisch- kam es ganz Dicke. Die Werdauer zauberten mit Andre Troche einen Gegner aus dem Hut, gegen den der junge Zöblitzer in der ungeliebten Stilart kein Rezept fand und die technische Überlegenheit seines Kontrahenten in drei Runden akzeptieren musste.
Als „Ersatzmann des Ersatzmanns“ stellte sich Steven Liebscher - 74 kg/Klassisch- in den Dienst der Mannschaft. Jan Brömme war zu stark und schulterte den Co-Trainer der Mannschaft in der dritten Runde.
Den ersten Sieg für die Bären fuhr Neuzugang Tomas Voboril ein - 96 kg/Freistil. Nach erfolgreichen Beinangriffen gewann der Prager Runde Eins und schulterte Markus Weiß unter großem Jubel der zahlreich mitgereisten Fans in Runde Zwei.
Mit 14:7 für Werdau zur Pause schien ein haushoher Sieg ihrer Mannschaft für die rund 100 Zuschauer vorprogrammiert. Doch es wurde noch einmal spannend.
Manuel Frenzel - 55 kg/Freistil- bekam seine Nervosität nicht in den Griff und verlor die Runden Eins und Drei. In der vierten Runde setzte der Jungbär alles auf Sieg und schulterte Jan Penzold.
Der Wahlberliner Stefan Saul trieb mit seinen energischen Angriffen Chris Wemme über die Matte, holte Punkt um Punkt und gewann mit 3:0 Runden.
Sicher in den Griff bekam auch Jiri Zak seinen Gegner Lars Probst - 84 kg/Klassisch - und
siegte 3:0. Völlig fehl am Platz waren die ausländerfeindlichen Bemerkungen einiger Werdauer Fans während dieses Kampfes!
Für Erik Walther - 84 kg/Freistil- war die Zielstellung „nicht auf Schultern“ zu verlieren. Wie der Berufssoldat dies umsetzte, verdient Respekt. So konnte Thomas Neiser nur drei Pünktchen für seine Mannschaft einfahren.
Zu einem Drama der besonderen Art entwickelte sich der entscheidende letzte Kampf zwischen Georg Kromm und Colin Liebscher - 74/Freistil. 17:17 stand es vor diesem Gefecht.
Gleich im erste Angriff verknickte sich Colin seinen Fuss so unglücklich, dass kein normales Ringen mehr möglich war. Der Trainer legte ihm nah, den Kampf zu beenden. Doch der Mannschaftskapitän der Bären biss auf die Zähne, um den Sieg nach Zöblitz zu holen. Doch sein Kampfgeist wurde nicht belohnt, 3:0 ging dieses Gefecht an die Werdauer und ebenso hauchdünn der Mannschaftskampf.
„Es war ein spannender und guter Kampf mit einem unglücklichen Ende für meine Mannschaft. Wichtiger aber ist die schnelle Genesung unserer Verletzten, damit wir endlich einmal mit „Voller Kapelle“ aufringen können“, bemerkte Trainer Frank Liebscher.
© Frank Liebscher

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